Die Philosophie des I.N.S.

Der Orden In Nomine Satanas wurde in der Walpurgisnacht des 30.4.1996 in der alten Universitätsstadt Heidelberg in Deutschland gegründet. Die Philosophie des Ordens hat keinen gesellschaftspolitischen Ansatz, aber ein modernes Menschenbild, in dem nicht nach der Rasse, dem Geschlecht, der sexuellen Orientierung, dem sozialen Status oder der religiösen Herkunft beurteilt wird, ist zugrunde gelegt.
Wir bieten einem ausgewählten Kreis von menschlichen Individuen einen esoterischen Mysterienweg mit vier Initiationen um das Bild des Teufels und das uralte Symbol der Schlange an.

I

Deus est homo!
Latein: Der Mensch ist Gott!
Der I.N.S. vertritt mit seinem "Gnostischen Satanismus" eine pantheistische Naturreligion, die "das Starke im Menschen" verehrt und deshalb die individuellen Potentiale ansprechen und fördern will. Unser Weg der "Gnosis" ist der Weg der persönlichen Erfahrung im Unterschied zum Weg des blinden Glaubens, der in Weltreligionen wie dem Christentum oder dem Islam gefordert wird.

II

Mens agitat molem!
Latein: Der Geist bewegt die Masse!
Wir stellen das Geistige des Menschen über jede Materie, da das Geistige jeder menschlichen Kultur vorausgeht!
Folglich sind wir weder Anhänger von Anton Szandor LaVey und seinem Materialismus, noch von Aleister Crowley und seinem Fatalismus. Die Vergöttlichung des Menschen schließt mit allen höheren Götterwelten (einschließlich des höheren "Wahren Willens" von Crowley) und ihrer Interpretation durch Gurus in Menschengestalt ab.
Der göttliche Mensch benötigt keinerlei "Gottesdienst" mehr!

III

Nosce te ipsum!
Latein: Erkenne dich selbst!
Dualistische Weltreligionen haben in ihren Kulturkreisen Schattenbereiche des Lebens definiert und tabuisiert. "Gut" und "Böse", "weiße" und "schwarze" Magie, "Mann" und "Frau" etc. sind jedoch extrem polare Ideen, die den einzelnen Menschen in seiner Selbstverwirklichung behindern.
Der I.N.S. orientiert sich am androgynen "Baphomet" von Eliphas Lévi und lehnt dualistisches Denken ab.

IV

Sic luceat lux!
Latein: So erstrahle das Licht!
Unsere religiösen Ursprünge sehen wir in der "Schlangengnosis" des Altertums (z. B. die Initiationszeremonien der Ophiten im Orient, Schlangenmythen, die "Ahriman" in Persien umgeben, oder "Apep" im alten Ägypten). Hier wird das bereits vorchristliche mythologische Bild der Schlange als Quelle von Erkenntnis und Unsterblichkeit für den Menschen interpretiert.
In den asiatischen Mythen von Hinduismus und Buddhismus sind es die "Asuras", die sich einer versklavenden göttlichen Ordnung ("Dharma") entgegenstellen.
In der vorbuddhistischen Urreligion des Bön in Tibet befindet sich im Umfeld des "schwarzen Lichtes" der machtvolle Dämon "Mahakala".

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